Tipps für dich vor der ersten Buchung eines Tantra-Seminars

Tantra ist seit vierzig Jahren ein Dauerbrenner für die Suchenden auf dem großen Markt der Seminare.

Die Tantra – Szene ist sehr weit gefächert, unter derselben Bezeichnung verbergen sich sehr verschiedene Angebote, sowohl inhaltlich, als auch  was die professionelle Qualität betrifft.

Der Neuling, dem Namen noch kein Begriff sind, weiß oft nicht, was ihn erwartet, wenn er das erste Seminar bucht. In endlosen Diskussionen fragen sich Laien und sogenannte Experten, was Tantra denn nun wirklich ist. Das spricht auf der einen Seite für die Reichhaltigkeit  des Themas, auf der anderen Seite für seine Bandbreite. Aber es gibt auch schwammige Definitionen, die der Sache nicht gut tun.

Auf der einen Seite  sogenannte Tantra – Massagen, die manchmal relativ unverhüllt der Prostitution nahe kommen, auf der anderen Seite gibt es Anbieter, die sich fast ausschließlich mit feinstofflichen Aspekten befassen, bei denen Nacktheit oder gar genitale Sexualität nicht vorkommen.  Manche haben sich  ausschließlich dem Genuss verschrieben, es sich „schön machen“, für andere ist  Tantra ein ernsthafter spiritueller Weg. Da kann es nicht immer um Genuss gehen, sondern auch um die Hindernisse, die das Ego nun mal  der kosmischen Liebe in den Weg stellt.

Die Schwierigkeit  liegt allerdings schon in der Tradition: auch vor 5000 Jahren schon existierten die tantrischen Richtungen im Hinduismus und später dann im Buddhismus gleichzeitig mit asketischen Hauptrichtungen der Hauptreligion. Dann gab es verschiedene kleine Gruppen innerhalb einer Hauptreligion, die wiederum verschiedene Aspekte betonten.

Da gibt es „weißes Tantra“, das hauptsächlich mit  Mudren (Handhaltungen, Gesten), und Mantren (magischen Lauten) arbeitet, „rotes Tantra“, das mit physischer  Vereinigung aber zusätzlich mit Mudras und Mantren arbeitet. Advaita-Tantra ist rotes Tantra.

Tantra ist vor allem ein Weg  des Bewusstseins, das  Wort kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „weben“.  Damit sind vor allem  Erfahrungen gemeint. Tantra ist sehr praktisch orientiert. Diese Erfahrungen sind orientiert daran, inwieweit sie den Praktizierenden  seiner persönlichen Integration entgegen führt, der Erfahrung der inneren Einheit. Einer das Alltagsbewusstsein überschreitenden Grenzerfahrung, der man vor allem in den Ritualen näher kommen kann. Die Vereinigung der Polaritäten, sowohl der Polarität innerhalb eines Individuums als auch der Polarität von Mann und Frau spielt auch immer eine Rolle, ganz egal, ob diese Vereinigung körperlich oder auch symbolisch – feinstofflich stattfindet. Die Sexualität wird sakral betrieben, das heißt, in Ritualen und wird als heilig angesehen, aber das gilt auch für das ganze Leben: Im Tantra bedeutet die rituelle Vereinigung eine Meditation auf die Schöpfung. Im Tantra werden sinnliche Erfahrungen auch nicht als Hindernis für den Geist angesehen, sondern als sublime Freuden desselben. Alle Aspekte des Lebens sind heilig,  nichts wird als unheilig abgespalten. Das ist der wesentlichste Unterschied zur christlichen Religion, die die Sexualität als Sünde bezeichnet und damit abspaltet vom Göttlichen. Auch der Islam, das Judentum und vor allem fundamentalistische Richtungen jedweder Religion, auch des Hinduismus, tun das. Welche ungeheuren Konsequenzen diese Tatsache für  den Einzelnen heute immer noch hat, davon habe ich viel Trauriges zu berichten, doch dafür fehlt hier der Raum.

Um dieses unerschöpfliche Thema ganz praktisch und knapp für den/die Interessenten/innen zu skizzieren: In den modernen Tantra – Seminaren spielen auch moderne Methoden eine Rolle. In meinen eigenen Gruppen wende ich zum Beispiel  Bioenergetik an, eine  körpertherapeutische Methode, die Wilhelm Reich  entwickelt hat. Er ging davon aus, dass am Boden einer jeden Neurose der Genitalstau liegt, womit er leider auch heute noch fast immer recht hat.

Um  linkshändiges Tantra zu praktizieren, das heißt, mit sexueller Vereinigung zu arbeiten, ist es notwendig, dass diese Sexualität nicht  blockiert ist. Menschen, die einer sexuell unterdrückten Atmosphäre groß werden, sind fast alle in irgendeiner Weise blockiert, nicht nur sexuell, sondern auch emotional. Vielen Menschen konnte durch Advaitas Arbeit geholfen werden.

Osho ist von den im Westen bekannten Meistern derjenige, der Tantra verbreitet hat, galt er doch in seinen Anfängen als „Sex – Guru“. Osho bezeichnete auch alle modernen Methoden der Primärtherapie oder das Encounter (Methode der Konfrontation)   als tantrische Techniken, weil sie die Chakren (Energiezentren) reinigen – keineswegs immer auf subtile Weise.

Osho ist nicht mein einziger Meister, aber das Tantra habe ich in seinem Umfeld kennen gelernt. Kompetent ist die Arbeit, weil Advaita seit 1982 damit arbeitet. Auch alle selbstentwickelten Methoden sind seit Jahrzehnten erprobt. Alle Prozesse sind authentisch und zutiefst berührend und deshalb auch lebensverändernd. Und die MUSIK hat allerbeste Noten, ob fetzig zum Dancing, ergreifend in sakralen Zusammenhängen, anspornend, wenn  es anstrengend wird.

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