Verehrung statt Unterwerfung

„Bestrafe mich, deine  Größe macht mich klein, du darfst mein Bestrafer sein….

Schließ mich ein in dein Gebet, bevor der Wind noch kälter weht, du sagst ja, ich denke nein,…

du darfst mein Bestrafer sein…“

– Rammstein, CD „Sehnsucht“-

Immer wieder begegnet mir das Thema, vor allem in meinen Körpertherapie –Seminaren, die die Teilnehmer im tantrischen Rahmen bei mir als Teil der Jahresgruppe durchlaufen. Ein Mal auch privat als Vergangenheit eines Partners und zunehmend auch als Tendenz/Dekor in genau diesem Magazin.

Viele Menschen, mehr als man denken sollte, haben die Neigung, sich zu sexuell erregenden Zwecken erniedrigen und körperlich quälen zu lassen. Da wird kunstvoll geschlagen, werden Gewichte an die Brustwarzen gehängt, Körperteile mit Stacheldraht umwickelt, heißes Wachs auf  die Haut geträufelt, werden die Hände an das Bett oder eine Eisenstange gefesselt, die Hoden abgebunden, es wird gepeitscht mit der neunschwänzigen Katze oder dem Rohrstock, ein Eisenstab wird in den Anus eingeführt, man setzt sich auf dornige Stangen oder lässt sich von einem vermummten Mann mit Ledermaske in ein vollkommen verdunkeltes Zimmer führen und prügeln …Oder es werden erwachsene Menschen in Ledermaske an einer Leine geführt wie ein Hund und getreten und immer wieder auch verbal gedemütigt.(Siehe der Song „Bück dich“,  und „Küss mich“ auch von Rammstein auf derselben CD).

Die Studios der Dominas haben jede Ausrüstung, die auch einem mittelalterlichen Folterkeller Ehre machen würde – mit Streckbank bitteschön.  Aber natürlich riecht es besser, ist sehr sauber, ja sogar elegant. Weil alles freiwillig geschieht, wird teuer bezahlt und das Geschehen  wird zum Lustgewinn inszeniert.

Es wird auch immer versichert, dass alles sehr kunstvoll gemacht wird, sodass ein Kunde niemals eine Verletzung davon trägt. Es wird auf die Grenze geachtet – bevor ein Hämatom entsteht oder gar Blut fließen würde – außer, der Kunde wünscht sich das anders!

In Frankfurt verzeichnen die Studios einen erstaunlichen Anstieg ihres Umsatzes, was das „Frankfurt Journal“,

eine Stadtzeitung und Programmzeitschrift, vor einigen Wochen zu dem Titelblatt „Schmerz am Main“ inspirierte. Da ist ein Businessmann mit Anzug und Krawatte zu sehen, der von einer elegant in engem Korsett gekleideten Domina Schlips gepackt wird – er schaut erwartungsvoll zu ihr auf. Sie ist übergroß und er darf klein sein.

Viele Menschen haben sexuell gefärbte Gewaltphantasien, die sie nie ausleben. Diese Vorstellungen und Alb-oder Wunschträume bleiben in ihren Gedanken, werden versteckt vor den Mitmenschen, vor allem dem Partner, und werden nicht ausagiert, bleiben in der Tabuzone. Die Szene brüste sich damit, aus dieser als kleinbürgerlich verschrieenen Tabuzone ausgebrochen zu sein und es gilt als schick, auszuleben, was sich so ein Spießer eben nicht traut. Es werden neurotische Zwangshandlungen verfestigt und die tiefe Verletzung dahinter wurde verdrängt -so weit ins Unbewusste, dass die Ursache der Verquickung von Schmerz und Lust nicht mehr realisiert wird. Dies behaupte ich nicht leichtfertig, sondern als Therapeutin, die keinerlei moralisierende Sicht auf das Phänomen hat. Im Verlauf der Jahrzehnte gibt es viele Teilnehmergeschichten, die eine SM Historie haben. Speziell durch die von mir  entwickelte Schattenarbeit kommen diese dunklen Seiten in der frühkindlichen Biographie ans Tageslicht. Wenn diese Teilnehmer in der Arbeit bleiben, verliert SM den Kick, weil sie die Ursachen emotional verstehen und diese Art der Befriedigung nicht weiter verfolgen wollen und weil sie eine andere Art der tiefen Befriedigung erleben: tantrische Sexualität.

Ich bin  selbst keine Insiderin, da ich nie den Wunsch verspürte, auf diese Weise dominieren zu lernen oder gar die Kunst der Hingabe. Ich weiß auch, dass SM ein sehr komplexes Phänomen ist. Diese Komplexität kann hier nicht gewürdigt werden.

Hier ein kleines Zitat von der Seite „Datenschlag“ im Netz:

„Geschichte

Vor der Pathologisierung des SM durch Krafft-Ebing (1886/1997) galt SM weder als Krankheit noch als Sünde (Bullough & Bullough 1977). Verhalten, das wir als SM bezeichnen würden, kam ganz allgemein in uralten Hochzeitsritualen vor (Kokkoka 1150/1965; Nefzawi 1400/1964; Vatsysayana 450/1964). Im späten fünfzehnten Jahrhundert erschien der erste unzweideutige Bericht über SM, und zwar eher als medizinisches Kuriosum denn als Problem (zitiert in Ellis 1936). Andere, in ähnlicher Weise verfasste Fallstudien folgten, aber SM wurde noch immer eher als Kuriosum denn als Krankheit gesehen. Während es SM-Verhalten bereits vor dem fünfzehnten Jahrhundert gab, enthalten historische Berichte nicht ausreichend Informationen, um eindeutig festzustellen, ob dieses Verhalten einvernehmlich und/oder zu erotischen Zwecken erfolgte.“

Verwunderlich ist für mich der vorsichtige Ton und die Verwunderung der Psychologen, woher denn dieses Verhalten wohl  kommen könnte. Jedes Jahr bin ich immer wieder erstaunt, wie viele  Menschen Schläge bekommen haben in der Kindheit, obwohl sich das Klientel verjüngt. Es ist auch vollkommen üblich, die Wirkung der Schläge herunter zu spielen. Der Satz:“Es hat mir nicht geschadet.“ ist unausweichlich der Begleiter bei dieser Auskunft. Dazu kommt der immer noch weitgehend unterschätzte frühkindliche Missbrauch, vor allem, wenn man, wie der Bioenergetiker Alexander Lowen, Prügel auf den nackten Hintern dazu zählt. Seine Begründung: diese Körperregion wird durch häufigen Schmerz betäubt. Außerdem bedeutet der Anblick eines süßen Kinderpos oft sexuelle Erregung für den „Erzieher“. Das Kind bekommt das unter Umständen intuitiv mit. Dann kommt noch hinzu, dass es auch schon im Säuglingsalter, beim Wickeln durch gefühlskalte und sadistische Mütter oder andere Erziehungspersonen  zu ruppigen Berührungen der zarten Genitalien kommen kann,  die die Sensibilität zerstören und das Empfinden betäuben. Zusätzlich kommt es vor, dass kleine Kinder bei der Sauberkeitserziehung an den Genitalien manipuliert/stimuliert  werden oder sogar misshandelt: Bisse in den Po, Tritte in die Schamgegend und Schläge auf die Genitalien, auch anale Penetration sind leider nicht vollkommen unüblich. Wer so früh den unmittelbaren Zusammenhang von Lust und Schmerz kennen lernt, der kann später nicht oder schwer unterscheiden. Im Stammhirn, wo alles abgespeichert wird, auch als frühes Nervenreaktionsmuster, was später nicht mehr ins Frontalgehirn durchdringt, werden die Impulse gelegt für späteres Verhalten.

Da sich später niemand daran erinnern kann, wird dieser Umgang mit den lustspendenden Organen vergessen, ist aber als Verhaltensprogramm etabliert. Wer sich darüber informieren will, wie das funktioniert, der lese „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller.

Grundsätzlich komme ich auch von der Körpertypenlehre von Wilhelm Reich, deren grundsätzliche Stimmigkeit ich immer wieder feststelle. Demnach wären vor allem der Maso und der Psychopath auf der Szene anzutreffen. Zumindest ist anzunehmen, das Charakterzüge dieser beiden Körpertypen dominieren: Mächtig sein und/oder sich zu unterwerfen kennzeichnet diese Menschen. Auch, dass viele geren die Rolle wechseln, spricht nicht gegen die Körpertypenlehre, sind doch die meisten Menschen Mischtypen. Wobei natürlich die Unterwerfung die Rolle des Kindes ist und die dominante Rolle die des Erziehers ist.

Die dominanten Körpertypen  (der Psychopath und der Rigide) identifizieren sich mit dem Aggressor  und verdrängen auf diese Weise die Schmerzen des Opfers.  Macht ist eben supergeil und offensichtlich für manche Menschen auch die Ohnmacht. Schon oft habe ich mit Teilnehmern den Unterschied zwischen tantrischer Hingabe und dem Opfertrip diskutiert. Im Tantra wird die Fähigkeit zur Hingabe entwickelt, die abgrenzenden  Aspekte des Egos fallen zu lassen, im Idealfall ohne Akt des Willens, sondern allein durch die Seligkeit des Verschmelzens. Für diesen Idealfall sind die Hindernisse allerdings Legion, wie wohl jeder weiß, der tantrische Vereinigungsrituale leitet! Außerdem fehlt dieser Hingabe die Zwanghaftigkeit der neurotischen Wiederholung, die jeden Opfertrip begleitet. Und sie ist begleitet von sensibler Wahrnehmung dessen, was gerade geschieht, kennt den Unterschied von Selbstaufgabe und Hingabe. Sich hingeben kann nur ein Mensch, der die Wahl hat und zumindest sich auskennt mit den eigenen inneren Zwängen.

Manchmal ist es sehr schwer für die Betroffenen, aus den alten Mustern auszubrechen.

Ich erinnere mich an eine Teilnehmerin, die sich immer wieder anmelden wollte für die Primärgruppe, es dann aber unter dem Strich nie getan hat. Ihr Ehemann stand auf Latex und Windelspielchen, auf Defäkation während des Liebesaktes. Sie selbst ist eine sehr hochgewachsene und selbstbewusste, charakterstarke Frau, bei der man  nicht vermuten würde, dass sie sich dreißig Jahre lang darauf eingelassen hat.  Ihr Ehemann gilt als erleuchtet (!) bei seinen Schülern, praktiziert Zen seit Jahrzehnten und natürlich würden auch die Schüler solche Praktiken bei ihrem Meister nicht vermuten. Ich fragte sie ein Mal, ob sie es denn nicht auch genossen hätte, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie  diese Praktiken jahrzehntelang mitmachte ohne Konsens! Sie sagte, keine  Sekunde, nicht den Bruchteil einer Sekunde hätte sie es je genossen. Sie wolle sich scheiden lassen und Schluss machen damit! Sie hat sich aber nie angemeldet, und nach einiger Zeit war ihre Stimme immer noch auf dem gemeinsamen AB..

(Diese Geschichte hatte unter anderem auf mich die Wirkung, dass ich den Buddhismus abhakte, mit dem ich zwei Jahre  sehr intensiv geflirtet hatte. Ich sagte mir: wenn es möglich ist, Buddhismus zu praktizieren und trotz aller Meditation dieser Lebensbereich vollkommen unberührt und abgespalten  bleibt, dann verzichte ich auf diesen Weg. Das ist wie in der katholischen Kirche, wo 10 – 15 % der abstinenten Gottesmänner Zöglinge missbrauchen, und alle Gebete das auch nicht verhindern!)

Eine andere, ein reife Frau, deren  besonders abscheulicher Missbrauch durch den Großvater(ein verurteilter Pädophiler!)  vollkommen aufgedeckt war, hatte einen Partner, bei dem regelmäßig, während eines „normalen“ Liebesaktes, die „dunkle Seite“  durchkam. Er begann dann, aus dem Nichts scheinbar, sie zu ohrfeigen und verbal aufs Schlimmste zu demütigen als „Schlammfotze“, „Flittchen“, „Stück Scheisse“ und so weiter. Sie fragte mich unter Tränen, ob sie das ertragen müsse dafür, geliebt zu werden. Ich versuchte, sie vom Gegenteil zu überzeugen und zunächst sah es  so aus, als gelänge das.

Sie war schwer orgasmusgehemmt, aber das konnten wir beheben! Sie brachte sogar ihren Freund mit, der tatsächlich auch eindeutig ein masochistischer Körpertyp war. Sie fand einen anderen Liebhaber in der Gruppe und alles war erst ein Mal ganz wunderbar, sie nahm sogar an einem Fortgeschrittenenseminar teil.

Aber dann, nach einer Weile, hörten wir nichts mehr von ihr und dann trug es uns die Gerüchteküche zu: Sie war zu ihrem alten Freund zurück gekehrt und es ging weiter wie zuvor!

Und so gibt es noch viele Geschichten, jedes Jahr einige – ich könnte ein Buch darüber schreiben.

Immer wieder: Züchtigung verbunden mit Missbrauch, hetero, homo – einzeln oder sogar mit mehreren Erwachsenen, die sich an einem Kind gütlich tun. Manchmal sind es auch ältere Geschwister: die Variationsbreite ist endlos, die Häufigkeit und Schwere und der Grad der Verdrängung auch, die schlimmen Konsequenzen für die Betroffenen sind Legion: vor allem sexuelle und emotionale Schwierigkeiten, gesundheitliche Störungen, neurotisches Abwehrverhalten.

Ob aber jemand tatsächlich dann auf die Szene geht oder nicht, oder das erlebte Trauma im geheimen blüht, das hängt von vielen Faktoren ab, die zu erforschen hochinteressant wäre.

Zum Schluss möchte ich einen Teilnehmer selbst sprechen lassen:

„Seit ich mich daran erinnern kann, habe ich Gewaltphantasien, in der ich von Frauen gequält und misshandelt werde bzw. diese selbst folterte. In meiner Kindheit war ich der Indianer, der am Marterpfahl stand, in meiner Jugend der Agent, der durch feindliche Agentinnen gefoltert wurde oder der Soldat, der Frauen vergewaltigte. Meine sexuellen Phantasien drehten sich hauptsächlich um Schmerz und Lust. Abgesehen von leichten Fesselspielen praktizierte ich bis zum Alter von 30 Jahren ganz normalen Blümchensex .

Meine ersten SM-Erfahrungen machte ich erst, als ich fest im Berufsleben stand und genügend Geld für Studiobesuche hatte. Der Besuch im Studio war dann für mich auch wie Weihnachten und Ostern zusammen. Empfangen wurde ich von einer bildhübschen Domina, die sehr einfühlsam auf meine Wünsche und Ängste bzgl. der folgenden Session einging. Die Session fand in einem dunklen, schwarzroten Raum statt, in dem Ketten und Fesseln an den Wänden befestigt waren bzw. von der Decke hingen. Das Outfit der Domina durfte ich wählen und ich entschied mich für Stiefel, Slip und nackten Oberkörper, so dass ich mich während der Session an ihrem Busen aufgeilen konnte. Nachdem ich geduscht hatte und sie sich entsprechend umgezogen hatte, begann die Session. Zuerst band Sie meine Hände an einer Eisenstange fest, die von der Decke hing.

Um mein Hinterteil für die eigentliche Behandlung vorzubereiten, schlug sie mir mit der flachen Hand mehrfach auf den Po. Anschließend bearbeitete sie meinen Rücken und den Po mit einer Peitsche. Die Auspeitschung erfolgte professionell, d.h.es wurde nur auf die großen Muskelgruppen geschlagen,  keine Schläge auf die Nieren, Lungen usw. Diese Auspeitschung wurde unterbrochen durch die Bearbeitung meiner Brustwarzen mit diversen Klammern. Um den Schmerz noch zu steigern, wechselte sie irgendwann, als mein Körper schon schweißgebadet war, zum Rohrstock über, ein höllisches Instrument. Konnte ich bis dahin noch meine Schmerzensschreie unterdrücken, brach nun die ganz Qual in lauten Schreien aus mir heraus. Plötzlich und ohne Vorwarnung begann sie dann ganz sanft meine abgebunden Hoden und Penis zu massieren, bis er richtig schön fest wurde. Dabei drückte sie immer wieder ihren geilen Körper an mich. Als ich mich gerade so schön an sie schmiegen wollte nahm sie wieder den Rohrstock in die Hand und schlug zu. Mein Körper war nur noch Lust, Schmerz und Ekstase. Ich hatte das Gefühl ganz nahe bei mir zu sein, war high von mir selbst. Als ich so richtig am „wegfliegen“ war, band sie mich los und befahl mir, mich auf eine Streckbank zu legen. Sie entfernte ihren Slip, stimulierte meinen Penis mit der Hand, streifte ein Kondom drüber und setzte sich mit ihrer Möse auf mich und begann, mich zu ficken. Eingefleischte Sklaven und Dominas werden jetzt aufschreien, ja mir ist bekannt, dass 90% aller Dominas nicht berührbar sind, und sich von der Prostitution distanzieren. Aber es gibt immer noch einen Graubereich der Bizarrladies, die auf solchen Lust- und Schmerzspielen stehen. Wie ja der obengenannten Schilderung zu entnehmen ist,  war ich ziemlich high nach dieser Session und das Glücksgefühl hielt auch noch ca. 6 Stunden an. Keine Trauer, keine Melancholie, sondern nur das Bedürfnis, das Ganze zu wiederholen. Neben einigen Sessions im privaten Bereich, die aber aufgrund der mangelnden Ausrüstung und fehlender Erfahrung nicht mit der Professionalität in Studios zu vergleichen sind, besuchte ich die nächsten 10 Jahren eifrige diverse Studios und Bordelle.

Da ich aber immer schon das Bedürfnis hatte, Spiritualität und Sex zu verknüpfen entschied ich mich, ein Tantra -Seminar zu besuchen. Vor allem war ich fasziniert von den dunklen Gottheiten Shiva und Kali, der Möglichkeit intensiven Sex zu erleben: vielleicht konnte ich das ganze ja auch noch mit SM kombinieren. Und dann kam alles ganz ganz anders…Nachdem ich in den folgenden Jahren eine Vielzahl von Advaita-Seminaren besuchte, änderte sich meine Einstellung zum SM komplett. Im Rahmen der tantrischen Primärtherapie  entdeckte ich den Grund für meine Faszination am Schmerz und an dominanten Frauen. Üble Erfahrungen mit katholischen Kindergärtnerinnen, sadistische Nachbarinnen und bedrohliche Krankenschwestern ließen in meiner Psyche den Wunsch nach  starken Frauen, die mir Schmerzen zufügen, entstehen. Ich identifizierte mich mit dem Aggressor und unterwarf mich starken Frauen, um sie dann beim Sex selbst wieder zu beherrschen.

Seitdem war ich in keinem Studio mehr und die sado-masochistischen Phantasien gingen stark zurück. Das Bedürfnis nach intensivem Sex und spirituellem Erleben ist immer noch vorhanden und kann zum Glück im Tantra auch ausgelebt werden. Ein Satz von Advaita hat sich mir in der Zeit als Teilnehmer der Jahresgruppe besonders eingeprägt: „Im Tantra geht es um Verehrung nicht um Unterwerfung“. Shiva verehrt seine Shakti, dazu muß er gleichzeitig Liebhaber und Krieger sein und kein Sklave. Shakti genießt und erfreut sich an der Verehrung ihres Liebhabers und obwohl sie unglaublich stark ist, unterwirft sie ihn nicht sondern sieht ihn als gleichberechtigten Liebhaber im Tanz der Lust, Kraft und Ekstase. „

 

Advaita Maria Bach, 27.4.07 in Wiesbaden

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